Hintergrund

Warum Besucherforschung wichtig ist.

 

Museen, Tiergärten, Großschutzgebiete, kulturhistorische Einrichtungen und anderen informelle Bildungsinstitutionen haben einen sehr relevanten, gesellschaftlichen Bildungs- und Vermittlungsauftrag. Neben Kultur- und Naturthemen geht es immer häufiger auch um Nachhaltigkeitsthemen wie zum Beispiel Klimawandel, Biodiversität, Demokratie und Frieden, Partizipation, Inklusion und Diversität.

 

Die Kosten für Bau und Ausstellungsentwicklung dieser Einrichtungen liegen nicht selten im ein- bis zweistelligen, teilweise dreistelligen Millionenbereich.

Auf der Basis von mehr als 20 Jahre Expertise wissen wir, dass es i. d. R. keine kontinuierliche Besucherforschung in diesen Einrichtungen gibt. Über die Besucherinnen und Besucher ist kaum etwas bekannt, weder, was diese interessiert, noch, was sie denken, fühlen, oder wissen. Auch die  Literatursituation zum Thema zeigt, dass Besucherforschung aktuell eher sporadisch betrieben wird. Die Professionalisierung und Verbreitung von Besucherforschung steht nach wie vor weitgehend am Anfang. Wie relevant die Erhebung, Auswertung und Nutzung spezifischer Daten ist, zeigt ein Blick in die immer raffinierteren Datenerhebungsmethoden der freien Wirtschaft.

 Notwendig sind auch in informellen Bildungseinrichtungen regelmäßige Untersuchungen der Gäste. Evaluation ist dafür ein zentrales Element, um den folgenden Problemen entgegenwirken zu können:

  • Es ist unklar, was Gäste von ihrem Besuch inhaltlich „mitnehmen“
  • Hohe Investitionen bleiben ohne jegliche Ergebniskontrolle (von Gästezahlen und vielleicht Postleitzahlenabfragen abgesehen)
  • Besucherzahlen bleiben häufig unter dem möglichen Potential
  • Die finanzielle Situation der Einrichtungen im Betrieb ist sehr stark förderabhängig

 

Wie kann Evaluation langfristig implementiert werden?

 

Damit Museen und Ausstellungen mehr über ihre Gäste erfahren, sind kontinuierliche, professionelle und finanzierbare Evaluationen notwendig. Dies ist durch eine weitgehende Automatisierung von Evaluationen erreichbar, um den notwendigen Datenstrom zu erzeugen, auf dessen Grundlage die oben genannten Herausforderungen angegangen werden können.

 

Für die Befragung von Gästen, sowie die Auswertung Sozialer Medien existieren erste, digitale Online-Angebote. Das trifft bisher nicht zu auf

  • Besucherbeobachtungen (Analyse von tatsächlichem Besucherverhalten)
  • Mediennutzung (Touchscreens, Audioguides, PDAs, etc.)
  • Personelle Angebote (Gästeführungen, Veranstaltungsangebote, etc.)

Durch unsere digitalen Serviceangebote, die wir künftig um weitere Instrumente erweitern wollen, ist es möglich, dass jede Einrichtung selbst kontinuierlich, effektiv und effizient die nötigen Daten erheben und auswerten kann. Vor allem, wenn die Erhebung von Daten bereits im Zuge der Konzeption und Umsetzung eines Vorhabens berücksichtigt wird, ist eine Implementierung digitaler Evaluationsmöglichkeiten vergleichsweise schlank realisierbar.